Für Ausbildungsberuf des Autoaufbereiters

von links: Turabi Yildiz (Geschäftsführender Gesellschafter TipTop), Hans Christian Markert und Suat Yilmann (Leiter Operations TipTop)Von links: Turabi Yildiz (Geschäftsführender Gesellschafter TipTop), Hans Christian Markert und Suat Yilmann (Leiter Operations TipTop)

Zusammen mit dem türkischen Botschafter Hüseyin Avni habe ich Anfang Mai das Neusser Unternehmen „Tip Top Autoaufbereitung“ besucht. Dabei wurde ich auf ein Problem aufmerksam: Fahrzeugaufbereiter ist bislang kein anerkannter Ausbildungsberuf. Ich setze mich nun dafür ein, dass sich das ändert.

Deshalb habe ich gestern ein Treffen von Vertretern der Autoaufbereitungs-Firma TipTop mit der Industrie- und Handelskammer (IHK) und dem Grünen Arbeitsmarktexperten Arif Ünal organisiert. „Wir packen das Thema an und werden es voran treiben“, habe ich gegenüber der Presse erklärt. „Das ist ein klassisches Feld, auf dem wir Perspektiven für handwerklich begabte Jugendliche schaffen.“ Der Ausbildungsmarkt soll mehr Angebote bieten, damit mehr Jugendliche eine Ausbildung machen können.

Es ist ein großes Problem für uns, dass es keinen Arbeitsmarkt für Fahrzeugaufbereiter gibt“, erklärte mir Turabi Yildiz, Geschäftsführender Gesellschafter von „Tip Top Autoaufbereitung“. Des Unternehmen mit Hauptsitz in Neuss beschäftigt 280 Mitarbeiter und 100 Aushilfen an 21 Standorten in Deutschland. Neue Mitarbeiter muss das Unternehmen eigenständig anlernen und umschulen. „Es dauert etwa acht Monate, bis wir neue Mitarbeiter im normalen Arbeitsalltag einsetzen können“, so Yildiz. Für die Firma ist die Ausbildung ein großer Aufwand. Sollten die Beschäftigten das Unternehmen später verlassen wollen, müssen sie dies allerdings ohne anerkannten Berufsabschluss tun.

Ein Ausbildungsabschluss wäre also für alle Beteiligten ein großer Vorteil. Bei dem Treffen wurden auch erste Schritte geplant: Das Unternehmen wendet sich an den Bundesverband der Fahrzeugaufbereitung in Bonn und entwickelt eine erste Übersicht, wie eine entsprechende Ausbildung ablaufen könnte. Ich stelle den Kontakt mit der zuständigen Handwerkskammer her.

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