Interview mit dem Schaufenster

gbs-korschenbroich_004

Was setzen Sie für Dormagen um, sobald Sie gewählt sind?

Dormagen ist ein wichtiger Industriestandort im Rhein-Kreis. Dies soll aus meiner Sicht auch in Zukunft so bleiben. Als bisheriger Vorsitzender der Enquete-Kommission des Landtags zur nachhaltigen Zukunft der Chemieindustrie möchte ich die Handlungsempfehlungen der Kommission als Landrat an unserem Standort umsetzen. Dazu gehören die Ansiedlung von neuen Anlagen – etwa zur Herstellung von Basis-Chemikalien aus Kunststoff- oder Bioabfällen – und die Stärkung des Chemparks als Wissenschaftszentrum – z.B. durch die Einrichtung eines Forschungs-Instituts zur Begleitung dieser innovativen Technologien.

Angesichts der angespannten Finanzlage der Stadt Dormagen werde ich aber auch rasch eine Neu-Ausrichtung der Finanzbeziehungen im Rhein-Kreis angehen. Gemeinsam mit den anderen Städten und Gemeinden müssen die Einsparmöglichkeiten durch verstärkte Zusammenarbeit untereinander noch besser genutzt werden und die Kreisumlage muss neu justiert werden.

Was würden Sie besser oder anders machen, als der aktuelle Amtsinhaber?

Als Bürger-Landrat möchte ich mehr Menschen an wichtigen Entscheidungen beteiligen. Wo ein notwendiges industriepolitisches Projekt wie ein Konverter etabliert wird oder welche Schwerpunkte beim Strukturwandel in unserer Region gesetzt werden sollen, an welcher Stelle im Kreis es bei der Barrierefreiheit hapert oder wo soziale Not zu wenig im Blickfeld ist – all´ diese Fragen möchte ich zukünftig gemeinsam mit den Menschen im Kreis anpacken. Schon jetzt lade ich Sie alle ein, mir Ihre konkreten Vorschläge und Ideen zuzusenden, damit wir sehr schnell nach der Wahl eine Mitmach-Demokratie starten können.

Warum sind Sie der bessere Landratskandidat für den Rhein-Kreis Neuss?

Als Kandidat von fünf Parteien und Wählergruppen repräsentiere ich unterschiedliche Denkrichtungen. Seit den 40 Jahren seines Bestehens hatte der Rhein-Kreis Neuss stets Landräte von einer Partei, der CDU. Es ist Zeit, gemeinsam mit Ihnen, den Menschen, die hier leben und arbeiten, sich in Vereinen, Initiativen und im Brauchtum engagieren, frische Ideen aufzugreifen und neue Wege zu gehen. So kann es uns gelingen, dass unsere Kinder und Enkelkinder auch noch Ausbildungs- und Arbeitsplätze hier finden und gerne hier leben.

Was wünschen Sie Ihren Mitbewerbern?

Vor allen Dingen Gesundheit.

Was machen Sie am 13. September abends?

Gemeinsam mit meiner Frau, meinem Team und unseren Mitstreiterinnen und Mitstreitern auf ein gutes Ergebnis anstoßen.

Welchen Ort oder Platz lieben Sie in Dormagen besonders?

Mit meiner Familie und Freunden fahre ich gerne mit dem Fahrrad durch den Rhein-Kreis nach Zons und genieße den historischen Ort mit seinem schönen Ausblick auf den Rhein. Aber auch im Tannenbusch bin gerne.

Was denkst du?