Mehr Wald für den Rhein-Kreis Neuss! Neue Kooperation legt Antrag vor

Der Rhein-Kreis Neuss zählt deutschlandweit zu den waldärmsten Landkreisen. Dabei wird uns allen die vielfältige Bedeutung von Bäumen und Wäldern gerade auch in den Dürresommern immer bewusster. Damit mehr gegen die Waldarmut getan wird, haben die Kreistagsfraktionen von SPD und BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN nun gemeinsam einen Antrag für die Kreistagssitzung am 16. Dezember vorgelegt.

Zentraler Punkt soll dabei sein, dass die Kreisverwaltung mit den örtlichen Waldbesitzer*innen, den kreisangehörigen Kommunen, der Biologischen Station und den anerkannten Umweltverbänden an einem Runden Tisch eine kreisweite Waldstrategie entwickelt.

„Wälder sind Sauerstoffproduzenten und CO2-Speicher. Sie haben daher vor dem Hintergrund des zunehmenden Klimawandels eine weitreichende Schutzfunktion, die den Auswirkungen des Klimawandels entgegenwirkt. Wälder speichern Wasser, binden Niederschläge, vermindern die Windstärke und schützen den Boden vor Erosion“, begründet der umweltpolitische Sprecher der GRÜNEN, Hans Christian Markert, den Antrag. Bäume, die durch den Kreis gefällt werden, sollen nach Vorstellung der Kooperationspartner von SPD und Grünen zukünftig mindestens 1:1 und qualitativ gleichwertig ersetzt werden.

„Soweit die Mittel für die Waldvermehrung – wie häufig in der Vergangenheit – nicht abgerufen werden, sollen sie dann zukünftig auch für Maßnahmen zur Walderhaltung oder den Waldumbau genutzt werden, sofern dies haushaltstechnisch möglich ist“, greift Doris Wissemann, stellvertretende SPD-Fraktionsvorsitzende einen weiteren wichtigen Punkt aus dem Antrag auf. Außerdem soll ein Teil des nicht ausgegebenen Geldes auch für die gezielte Baumpflanzung von Bürgerinnen und Bürgern verwendet werden dürfen und die Mittel sollen jährlich um 10 Prozent steigen.

Markert und Wissemann sind optimistisch, eine Mehrheit des Kreistags von ihrem Antrag überzeugen zu können. Schließlich könne ja niemand wollen, dass der Kreis weiterhin deutschlandweit Schlusslicht beim Waldanteil bleibe. Und auch die FDP habe im Wahlkampf einen Runden Tisch für mehr Wald im Kreis gefordert.

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