Projekt: Wasser-Kreislauf-Region

Zwischen Niederrhein und Wupper soll eine Wasser-Kreislauf-Region entstehen. Mit Blick auf die hohen Einträge von Nährstoffen und Medikamenten-Rückständen in die Oberflächengewässer soll die Vorklärung der Abwässer und Einleitungen an den verursachenden Quellen gefördert werden. Über den Förder-Anreiz sollen insbesondere Krankenhäuser und industrielle Landwirtschaftsbetriebe als Partner gewonnen werden, die in der Modell-Region entsprechende technische Lösungen an ihren Standorten errichten.

Begründung: 90% der Oberflächengewässer in NRW sind in keinem guten ökologischen Zustand und erfüllen die Vorgaben der WRRL nicht. Die meisten Kläranlagen können insbesondere Mikro-Einträge wie insbesondere auch die wachsenden Medikamenten-Rückstände nicht erfassen und verteuern die Trinkwasseraufbereitung. Landwirtschaftliche Einleitungen und Sickerwässer landen ungeklärt in Gewässerzuläufen und führen zu Abwasserpilzen in heimischen Fließgewässern. Dem Gedanken des Verursacherprinzips folgend will der Vorschlag mit der technischen Vorklärung (Membran-Technik oder Aktivkohlefilterung) die Belastung der Abwasserfrachten schon vor den kommunalen Kläranlagen oder der Direkteinleitung verringern und so den ökologisch verträglichen Wasser-Kreislauf stärken.

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